Gestern stand zum dritten Mal unsere Endurotour im Deister an. Motto ist immer, die am Wenigsten befahrenen Trails zu rocken.
Der vorhergesagte Regen blieb aus, bzw. hing mal wieder am Südhang des Deisters fest und wir konnten den ganzen Tag trockenen Fußes Trailssurfen gehen.
Dieses Jahr war unsere Gruppe leider etwas kleiner und so starteten wir vom Nienstedter Pass aus Richtung Annaturm.
Der erste Trail, der “120er” ist noch nicht ganz fertig, soll aber am Ende 120 Kurven beinhalten. Irgendwas mit 80 kamen wir wieder auf einen Forstweg und fuhren rüber zum Klassiker “Grenzweg”. Dort beglückten uns metertiefe Senken mit kleinen Stepups und Steilabfahrten – quasi eine Achterbahn.
Weiter ging es zum “Barbiegrab”, wo es im Highspeedtempo den Deister runterging. Wir waren uns einig, als sich mal wieder meine Kette verabschiedet hatte, dass Pushen trotzdem mehr als Treten bringt.
Zu Kaffe & Kuchen ging es zum Annaturm und frisch gestärkt den “Ü30″ runter. Der erste Part ist eher flach, aber mit vielen lustigen Wellen gespickt, aus denen man raushüpfen konnte. Den zweiten Teil fuhr ich vor Daniel Jahn, der sich wenig später in den Rabatten verabschiedete. ;)
Mittlerweile waren wir wieder am Nienstedter Pass-Parkplatz und wollten noch die andere Seite des Deisters unter die Stollen nehmen. Als Nächstes stand der “Dornröschentrail” an, der zu Beginn ziemlich steil und schnell ist und zum Ende hin an Geschwindigkeit verliert und technischer wird. Der Untergrund im oberen Teil ist durch kleine Steinchen sehr fest, aber dafür sehr rutschig. Mit meinem 4X-Radl mal wieder eine lustige Angelegenheit, aber mit Vorderradbremse auf und Hinterradbremse mitschleifen lassen, geht eigentlich alles. ;)
Trail No.6 hiess “Heisterburgtrail”, der zu Beginn auf einem nichtendenden Wall entlangführte.
Nachdem ich auch meinen doppelten Snakebite gefixt hatte, ging es weiter durch eine Achterbahn zwischen zwei weiteren Wällen und über Highspeedpassagen und losen offenen Kurven den Berg hinunter. Als wir unten an der A2 ankamen, hatten wir sicherlich gerade 5km Downhill hinter uns gebracht und ein breites Grinsen mehr im Gesicht.
Für Daniel und mich hiess es wieder zurück auf den Berg und über dem Kammweg zum Nienstedter Pass-Parkplatz, wo wir noch den “Römertrail” unter die Reifen nahmen und in der Dämmerung das Auto packten.
Am Ende hatten wir nach fast acht Stunden Radlerei berg- und runter, gefühlten 3000hm und knapp 60km Tour das Höchstmaß an Po0aua erreicht. ;)